Wie lange dauert eine DSL-Freischaltung gewöhnlich?

Die Zeitspanne von der Bestellung bis zur Freischaltung eines DSL-Anschlusses kann stark variieren und hängt von zahlreichen Faktoren ab.
Für den Idealfall machen die großen Anbieter im Falle eines Neuanschlusses folgende Angaben:

  • Deutsche Telekom: 7 bis 14 Werktage
  • Vodafone: 21 bis 25 Tage
  • o2: 3 Wochen
  • 1und1: Dieser Anbieter stellt zwei Optionen zur Auswahl.
    • Zum einen gibt es den herkömmlichen Weg, bei dem bis zur Freischaltung kein DSL/Internet verfügbar ist und zu dessen Prozessdauer leider keine Aussagen gemacht werden. Nach Erfahrung vieler Kunden ist mit einer Bearbeitungszeit von mindestens 14 Tagen zu rechnen.
    • Die zweite Möglichkeit nennt sich Sofort-Start-Option. Sie wird bei Bestellung ausgewählter Tarif-Pakete angeboten und beinhaltet einen Online-Zugang über HSPA+, welcher bereits einen Tag nach Bestellung bereitgestellt wird. Die Sofort-Start-Option ist jedoch an ein Inklusiv-Volumen von 10 GM/Monat gekoppelt. Ist dieses verbraucht, wird die Bandbreite von 21,6 Mbit/s auf 64 kbit/s gedrosselt. Des Weiteren ist sie nicht an jedem Standort verfügbar.

Darüber hinaus kann es bei allen Anbietern zu Verzögerungen kommen. Ursachen dafür können zu spät oder zu früh gekündigte Verträge mit Mindestvertragslaufzeit sein (speziell bei Anbieterwechsel), keine freien Techniker, komplett belegte Haus-/Hauptanschlüsse und vieles mehr.

Treffen Sie also am besten Vorkehrungen, wenn Sie einen Providerwechsel oder einen Umzug planen. Legen Sie zum Beispiel Projekte oder Termine so, dass Sie auch einen längeren Ausfall Ihres Internetzugangs gut kompensieren können.

Wie viele GB verbraucht man in der Regel mit DSL?

Das hängt weniger vom DSL selbst ab, als davon wozu Sie es nutzen möchten.

Mit einer hohen Bandbreite können mehr Daten in kürzerer Zeit geladen werden. Auf diese Weise kann auch schneller ein beachtlicher Verbrauch entstehen.
Als grobe Orientierung lässt sich sagen, dass 2014 ein Breitbandanschluss in Deutschland durchschnittlich rund 27 GB im Monat verbraucht hat.

Letztendlich hängt es aber davon ab, was Sie tatsächlich im Internet tun und vor allem wie häufig.
Schauen Sie etwa Videos auf YouTube, spielen gerne Onlinegames wie World of Warcraft, The Elder Scrolls Online oder Browsergames, nutzen einen Netflix-Account oder allgemein Streamingangebote, dann werden Sie einen deutlich höheren Verbrauch feststellen.

Bedenken Sie auch eventuelle Aktivitäten anderer Geräte, die auf Ihren Anschluss per WLAN zugreifen wie etwa Spielekonsolen, Smartphones, Tablets. Sie alle erhöhen den Datenverbrauch.

Sie können jedoch berechnen, wie viele Daten theoretisch bei Ihrem DSL-Tarif pro Sekunde übertragen und somit verbraucht würden.
Nehmen wir an Sie surfen mit DSL 16000. Das entspricht einer Bandbreite von 16000 kbit/s im Downstream.
Möchte Sie jetzt das übertragene Datenvolumen pro Sekunde errechnen, teilen Sie die 16000 kb (kilobit) durch 8 bit und Sie erhalten 2000 kB (Kilobyte), was circa 1,95 MB (Megabyte) entspricht.
Somit würden bei Ihrem Tarif im Idealfall 1,95 MB pro Sekunde übertragen. Wenn Sie nun eine höhere Datenmenge (in diesem Fall) downloaden, läge Ihr Volumenverbrauch nach einer Minute bereits bei 117 MB und nach einer Stunde bei 7020 MB, was rund 6,86 GB (Gigabyte) entspricht.

Sie sehen, bei einem – in der Theorie – nie abreißenden Datenstrom, käme schnell einiges zusammen.

Als weitere kleine Unterstützung können Sie sich auch an nachstehender Tabelle orientieren. Sie finden ein paar typische Aktivitäten aus dem Internet und ihren durchschnittlichen Verbrauch pro Stunde.

Tätigkeit Verbrauch/h
Video streamen 1 GB
HD Video streamen 3 GB
Internetradio hören 75 MB
Auf Youtube Videos anschauen 300 MB
Facebook 25 MB
Einfaches surfen 1 MB/Seite

Bitte beachten Sie, dass dies keine Fixwerte sind. Einfaches Surfen im Internet etwa erhöht sich schnell auf deutlich mehr als 1 MB/Seite/Unterseite, wenn Sie sich zum Beispiel bevorzugt auf Websites wie Instagram aufhalten.

Wann braucht man einen DSL Splitter?

Wenn Sie noch einen alten Anschluss haben (universal oder analog), benötigen Sie einen Splitter.
IP-Anschlüssen kommen ohne aus.

Der Splitter teilt – vereinfacht ausgedrückt – das Frequenzband in zwei Bereiche auf: Ein Bereich für die Telefonverbindung und einer für das Internet. Das ist notwendig, damit Sie gleichzeitig telefonieren und im Internet surfen können. Andernfalls müssten Sie immer eine der beiden Verbindungen trennen ehe Sie die jeweils andere nutzen können.

Wie viel DSL Geschwindigkeit brauche ich?

Das hängt von Ihrem Surfverhalten ab. Wenn Sie gerne im Web spielen, Musik, Serien und Filme streamen, reichlich downloaden und/oder gegebenenfalls auch erhebliche Datenmengen hochladen, bietet sich ein DSL-Tarif mit einer hohen (16-50Mbit/s) bis sehr hohen (50-100 Mbit/s) Bandbreite an. Sie können auf diese Weise ohne lästige Unterbrechungen und Ruckler selbst Videos in HD-Qualität online genießen oder viel Zeit bei großen Down-/Uploads sparen.

Ferner lohnt sich ein solcher Tarif auch, wenn Sie sich Ihren Anschluss beispielsweise mit mehreren Familienmitgliedern im Haus über WLAN teilen. So ermöglichen Sie allen ein flüssiges Surfen und einen zügigen Seitenaufbau, selbst wenn Ihre gesamte Familie gleichzeitig online ist.

Grundsätzlich jedoch kann schon DSL 2000/3000/6000 völlig ausreichend sein, sollten Sie im Internet hauptsächlich lesen, E-Mails checken, vielleicht shoppen, mit Freunden über Messenger chatten oder soziale Netzwerke und Foren besuchen wollen.

Viele Provider haben allerdings inzwischen kaum noch DSL-Tarife unter 16 Mbit/s im Angebot.

Was bedeutet DSL eigentlich?

DSL ist die Abkürzung für Digital Subscriber Line, zu deutsch digitaler Teilnehmeranschluss.